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Motorenfabrik Rehbehn

Bei der Geschichte der Siegfried-Werft darf auch die benachbarte Motorenfabrik Rehbehn nicht unerwähnt bleiben. Eine ausführliche Darstellung findet sich in Bootsmotorenbau im deutschen Küstenbereich (bis 1945), Teil II – Ostseeregion (S. 375). Einige Eckdaten sollen hier dennoch zusammengefasst werden.

Karl Rehbehn (*1892 in Eckernförde-Borby, †1972) machte sich 1919 in Eckernförde selbstständig. Ab 1922 wurden mit rund 45 Beschäftigten Glühkopfmotoren, Einzylinder-Zweitaktmotoren sowie Zweizylinder-Bootsmotoren mit Wendegetriebe oder Umsteuerpropeller gefertigt.

Bis 1964 entstanden in Eckernförde rund 350 Glühkopfmotoren. Die als „ECKE-Maschinen“ bekannten Aggregate wurden überwiegend in Fischereifahrzeugen, Frachtschiffen und Motorseglern eingebaut. Zum Produktionsprogramm gehörten außerdem leistungsfähige Netzwinden für Fischkutter. Darüber hinaus war der Betrieb für die Reparatur von Krupp-Modag-Dieselmotoren zuständig.

Nach dem Ausscheiden Karl Rehbehns wurde der Betrieb von seinen Nachfolgern bis 1985 weitergeführt. Die Betriebsgebäude am Hafen wurden 1987 abgerissen. Ein erhaltener ECKE-Motor befindet sich heute im Heimatmuseum Eckernförde.

Nach der Schließung der Siegfried-Werft

1991 wurde das Gelände der Siegfried-Werft versteigert. Nachfolger war die Werft Gustav Meeder, ein Betrieb für Motorenreparatur und Bauschlosserei unter der Leitung von Edgar Meeder.

Im Jahr 2017 verfügte Eckernförde nur noch über eine Werft: „De lütte Werft“ von Manfred Zappe mit einem Slipwagen für Schiffe bis 60 Tonnen.

Die Gebäude der ehemaligen Siegfried-Werft wurden nach ihrer Schließung zum Hotel Siegfried mit Restaurant und Eigentumswohnungen umgebaut. Das äußere Erscheinungsbild der historischen Werftgebäude blieb, insbesondere in der Farbgestaltung, weitgehend erhalten und prägt bis heute das Hafenbild Eckernfördes.

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