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MÖWE

MÖWE

Allgemeines
Name MÖWE
Fischereikennzeichen ECKE 1 · PIL 45 · SO 233 · LAB 33
Unterscheidungssignal ab 1949: DJRG
Eigner Ernst Pahlke
Willy Pahlke
Wwe. Willy Pahlke
Paul Grönzin & A. Ziemann
Paul Grönzin & Erben
Martin Hahlbeck & Hans Knuth
Hans Knuth & Friedrich Loleit
Typ Motorkutter
Baujahr 1937
Bauwerft Modersitzki, Tolkemit
Status 1971 außer Dienst, Verbleib unbekannt
Technische Daten
Länge 14,40 m (Vermessungslänge 13,26 m)
Breite 4,85 m
Tiefgang 1,60 m
Vermessung 20 BRT / 5 NRT (nach 1945)
Besatzung 2 bis 4 Mann
Maschine Deutz 70 PS (1937)
Deutz 100 PS (ab 1940er Jahre)
MWM 120 PS (1954)
Deutz 100 PS (1959)

ECKE 1 MÖWE

Bau und erste Jahre

Die MÖWE wurde 1937 auf der Werft Modersitzki in Tolkemit gebaut. Zunächst war der Motorkutter unter dem Fischereikennzeichen PIL 45 in Pillau registriert.

Erster Eigner war Ernst Pahlke, ab 1938 wurde das Fahrzeug von Willy Pahlke betrieben. Als Hauptmaschine diente zunächst ein 70 PS starker Deutz-Dieselmotor.

Ein Unterscheidungssignal ist für die Vorkriegszeit nicht nachgewiesen. Erst ab 1949 führte der Kutter das Signal DJRG.

Kriegsdienst

1939 wurde die MÖWE von der Kriegsmarine als Hafenschutzboot der 5. Hafenschutzflottille Pillau eingezogen.

Bereits am 26. Oktober 1939 erfolgte die erste Rückgabe an den Eigentümer. Im Zusammenhang mit dem Unternehmen Seelöwe wurde das Fahrzeug 1940 erneut von der Kriegsmarine übernommen. Aus Unterlagen des Sperrkommandanten Kiel geht hervor, dass die MÖWE, die GLÜCKAUF und ein weiterer Motorkutter am 9. April 1940 zunächst außer Dienst gestellt wurden. Nach erneuter militärischer Nutzung erfolgte die endgültige Rückgabe am 10. Dezember 1940.

Fischerei in Eckernförde

Am 12. Oktober 1949 erscheint der Kutter als ECKE 1 MÖWE mit Willy Pahlke als Eigner in Eckernförde.

Nach dessen Tod führte zunächst seine Witwe den Betrieb weiter. Zu dieser Zeit war der Kutter mit 20 BRT, 5 NRT vermessen und besaß eine Länge von 14,40 Metern bei einer Breite von 4,85 Metern. Die Besatzung bestand aus zwei bis vier Mann.

Eigentümerwechsel

Am 14. September 1953 wurde das Fahrzeug in das Schiffsregister Lübeck eingetragen und nach Neustadt verlegt. Neue Eigentümer wurden Paul Grönzin und A. Ziemann.

Ab 1954 fuhr der Kutter unter dem Fischereikennzeichen SO 233. Im selben Jahr erhielt er einen 120 PS starken MWM-Dieselmotor.

1955 wird Paul Grönzin & Erben als Eigentümer genannt. 1956 befand sich der Kutter in Möltenort.

1957 übernahmen Martin Hahlbeck und Hans Knuth das Schiff. Seit November 1959 lief die MÖWE unter dem Kennzeichen LAB 33 im Heimathafen Laboe. Gleichzeitig wurde erneut ein 100 PS starker Deutz-Motor eingebaut.

Ab 1964 werden Hans Knuth und Friedrich Loleit als Eigentümer geführt.

Außerdienststellung

1971 wurde die MÖWE außer Dienst gestellt. Im Jahr 1972 erfolgte die Streichung aus den amtlichen Registern.

Der weitere Verbleib des Kutters ist bislang nicht bekannt.

Vergleichsaufnahme: Da bislang kein Foto der PIL 45 bekannt ist, zeigt dieses Bild den nahezu baugleichen Kutter PIL 76 (13,25 × 4,70 m) der Hafenschutzflottille Pillau als H 501. Nach dem Krieg fuhr das Schiff als HEI 44 in Heikendorf. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich PIL 45 auf dieser Gruppenaufnahme befindet. Quelle: Postkarte vom Polenmarkt, Hohenwutzen/Oder; Sammlung Achim HMA.

Hinweis: Für diesen Artikel werden insbesondere Fotografien aus der Zeit als PIL 45 oder ECKE 1 MÖWE sowie Informationen über den endgültigen Verbleib des Schiffes gesucht.

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