wie_die_eckernfoerder_quasen_entstanden
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| Fischerquasen, | Fischerquasen, | ||
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| //Bald sprangen die Leinen, an welchen sie befestigt waren, bald lösten sich die Schotten im Deckel und die Fische gingen davon, oder das Boot versagte die Wendung und stieß sich mit den Hütfässern die Wände ein. Alle diese Schwierigkeiten, | //Bald sprangen die Leinen, an welchen sie befestigt waren, bald lösten sich die Schotten im Deckel und die Fische gingen davon, oder das Boot versagte die Wendung und stieß sich mit den Hütfässern die Wände ein. Alle diese Schwierigkeiten, | ||
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| //Der Fischmeister Hinkelmann, früher selbst in Eckernförde Fischer, sagte zu mir: „Ich habe weit von der Küste auf hoher See Stürme bewältigt, welche am Lande Häuser abgedeckt und Bäume entwurzelt haben, aber ich habe dabei niemals daran gedacht, dass der Kiel nach oben kommen könnte, ein so ungemein sicheres Gefühl ist es, in diesen, wenn auch offenen, Fahrzeugen zu segeln. Vier Mann an Bord können viel hereingesegeltes Wasser wieder herausbringen. Allerdings passieren beim Buttfang ab und zu Unfälle, aber man wird die Schuld eher einem plötzlichen Überfall von Wirbelwinden oder irgendeiner Fahrlässigkeit seitens der Fischer zuschreiben müssen. Bei einem regelrechten Sturm werden die allerwenigsten Fischer verunglückt sein.// | //Der Fischmeister Hinkelmann, früher selbst in Eckernförde Fischer, sagte zu mir: „Ich habe weit von der Küste auf hoher See Stürme bewältigt, welche am Lande Häuser abgedeckt und Bäume entwurzelt haben, aber ich habe dabei niemals daran gedacht, dass der Kiel nach oben kommen könnte, ein so ungemein sicheres Gefühl ist es, in diesen, wenn auch offenen, Fahrzeugen zu segeln. Vier Mann an Bord können viel hereingesegeltes Wasser wieder herausbringen. Allerdings passieren beim Buttfang ab und zu Unfälle, aber man wird die Schuld eher einem plötzlichen Überfall von Wirbelwinden oder irgendeiner Fahrlässigkeit seitens der Fischer zuschreiben müssen. Bei einem regelrechten Sturm werden die allerwenigsten Fischer verunglückt sein.// | ||
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| ===== Motorisierung ===== | ===== Motorisierung ===== | ||
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| Ab etwa 1903 wurden allmählich alle Quasen, wie auch andere Fischereifahrzeuge mit Motoren ausgerüstet (Motorquasen, | Ab etwa 1903 wurden allmählich alle Quasen, wie auch andere Fischereifahrzeuge mit Motoren ausgerüstet (Motorquasen, | ||
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| Für 1911 wurden für die schleswig-holsteinische Fischerei an der Ostseeküste 154 Fahrzeuge mit Motor und 2030 ohne angegeben. Quasen gab es von Grömitz bis Hadersleben, | Für 1911 wurden für die schleswig-holsteinische Fischerei an der Ostseeküste 154 Fahrzeuge mit Motor und 2030 ohne angegeben. Quasen gab es von Grömitz bis Hadersleben, | ||
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| Um 1930 muss es noch viele Quasen gegeben haben, man erkennt sie auf alten Fotos an der typischen Rumpfform und dem hufeisenförmigen Beschlag für Driftbaum und Stag. Am Bug waren auch die kleinen Davids für die Treibnetzfischerei angebracht. Durch den Umbau zum Kutter wirkten die Boote größer, auch die Takelung ist verändert worden. Der Giekbaum ging über das sehr weit achtern stehende Ruderhaus. Die Pinnensteuerung wurde mittels Seilzug auf Radsteuerung umgebaut. Der Motor befand sich in einem Verschlag, zwischen Bünn und Ruderhaus. Diese äußerliche Veränderung der Quasen mag vielleicht der Grund dafür sein, dass Herr Timmermann, der Leiter der schiffskundlichen Abteilung des Altonaer Museums, diese nicht mehr als solche erkannt hat und in seinem Buch 1962, über die nordeuropäischen Fischereifahrzeuge, | Um 1930 muss es noch viele Quasen gegeben haben, man erkennt sie auf alten Fotos an der typischen Rumpfform und dem hufeisenförmigen Beschlag für Driftbaum und Stag. Am Bug waren auch die kleinen Davids für die Treibnetzfischerei angebracht. Durch den Umbau zum Kutter wirkten die Boote größer, auch die Takelung ist verändert worden. Der Giekbaum ging über das sehr weit achtern stehende Ruderhaus. Die Pinnensteuerung wurde mittels Seilzug auf Radsteuerung umgebaut. Der Motor befand sich in einem Verschlag, zwischen Bünn und Ruderhaus. Diese äußerliche Veränderung der Quasen mag vielleicht der Grund dafür sein, dass Herr Timmermann, der Leiter der schiffskundlichen Abteilung des Altonaer Museums, diese nicht mehr als solche erkannt hat und in seinem Buch 1962, über die nordeuropäischen Fischereifahrzeuge, | ||
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