| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | ODIN |
| Fischereikennzeichen | HEL 97 HEL 129 SAS 55 HELA 129 ECKE 3 |
| Eigner | Bernhard Kohnke Walter Foth |
| Typ | Motorkutter |
| Baujahr | 1934 |
| Bauwerft | Peter Hansen, Svaneke, Bornholm (Dänemark) |
| Status | nach 1946 unbekannt |
| Technische Daten | |
| Länge | 12,50 m später 13,00 m |
| Breite | 4,40 m später 4,47 m |
| Tiefgang | 1,35 m (1,75 m beladen) später 1,80 m |
| Vermessung | 28,8 BRT / 9,6 NRT |
| Maschine | Deutz-Dieselmotor, 50 PS |
| Geschwindigkeit | 8 kn |
| Besatzung | 3 Mann |
Die ODIN wurde im Februar 1934 auf der Werft Peter Hansen in Svaneke auf Bornholm gebaut. Auftraggeber war Bernhard Kohnke, der den Kutter im damals polnischen Hela unter dem Fischereikennzeichen HEL 97 registrieren ließ.
Am 15. November 1935 wurde das Schiff an den deutschen Fischer Walter Foth verkauft und erhielt das Fischereikennzeichen HEL 129.
Nach der militärischen Besetzung der Halbinsel Hela durch Polen im August 1937 wurden die dort ansässigen deutschen Fischer ausgewiesen. Walter Foth siedelte wie zahlreiche andere Fischer nach Saßnitz auf Rügen über. Dort wurde der Kutter unter dem Kennzeichen SAS 55 registriert.
Nach der deutschen Besetzung Polens kehrte Walter Foth im Mai 1940 nach Hela zurück. Der Kutter erhielt nun die deutsche Registrierung HELA 129 und führte den Namen ODIN.
Am 10. August 1940 wurde die ODIN für das Unternehmen Seelöwe von der Kriegsmarine übernommen. Der Kutter war unter anderem als H 224 bei der Hafenschutzflottille Wilhelmshaven sowie später als H 866 a bei der 80. Motorbootflottille an der Kanalküste eingesetzt.
Am 17. Mai 1941 wurde das Schiff aus dem Kriegsdienst entlassen und an Walter Foth zurückgegeben. Nach einem Werftaufenthalt in Danzig wurde die ODIN Ende 1941 erneut von der Kriegsmarine übernommen und als Torpedofangboot sowie später als Transporteinheit eingesetzt.
Im April 1945 floh der Kutter in den Westen.
Nach der Entlassung aus dem Marinedienst am 7. Mai 1945 wurde die ODIN im Juni 1945 in Eckernförde wieder für die Fischerei hergerichtet.
Am 26. September 1945 erfolgte die Registrierung als ECKE 3 unter der Führung von Walter Foth.
Wahrscheinlich blieb der Kutter jedoch nur kurze Zeit in Eckernförde. Da bereits 1946 die CHRISTA unter dem Fischereikennzeichen ECKE 3 erscheint, dürfte die ODIN Eckernförde schon vorher wieder verlassen und ein anderes, bislang unbekanntes Fischereikennzeichen erhalten haben.
Der weitere Verbleib des Schiffes ist bisher nicht bekannt.
Hinweis: Die Angaben zur Vermessung nach dem Zweiten Weltkrieg sind widersprüchlich. In Gröner wird eine Vermessung von 7 BRT genannt. Aufgrund der übrigen technischen Daten handelt es sich dabei sehr wahrscheinlich um einen Schreibfehler; vermutlich sind 27 BRT gemeint.
Ebenso ist davon auszugehen, dass die ODIN das Fischereikennzeichen ECKE 3 nur für kurze Zeit führte, bevor dieses spätestens 1946 an die CHRISTA vergeben wurde.