| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | GLÜCKAUF |
| Fischereikennzeichen | ECKE 1, ECKE 180 |
| Eigner | Walter Wegner Ludwig Wegner später Gottfried Mahrt (ab 1935 im Register) |
| Typ | Motorkutter |
| Baujahr | 1929 |
| Bauwerft | nicht nachgewiesen, wahrscheinlich Siegfried-Werft, Eckernförde |
| Status | Verbleib ungeklärt |
| Technische Daten | |
| Länge | zunächst 12,5 m, später 14,0 m |
| Breite | 4,7 m |
| Tiefgang | 1,9 m |
| Vermessung | 10 BRT |
| Maschine | Callesen 15 PS (1929) Rehbehn 25 PS (1930) Dieselmotor 50 PS (ab spätestens 1937) |
Die GLÜCKAUF wurde 1929 unter dem Fischereikennzeichen ECKE 180 in das Fischereifahrzeugregister eingetragen. Als Eigner werden Walter Wegner und Ludwig Wegner aus Eckernförde genannt.
Die Bauwerft ist bislang nicht nachgewiesen. Aufgrund der Bauzeit und verschiedener Indizien gilt ein Bau auf der Siegfried-Werft in Eckernförde als wahrscheinlich.
Bei der Indienststellung besaß der Motorkutter eine Länge von 12,5 Metern und war mit einem 15 PS starken Callesen-Motor ausgerüstet. Bereits 1930 erhielt das Fahrzeug einen 25 PS starken Rehbehn-Motor.
Im Zuge der Neuordnung der Fischereikennzeichen wurde aus ECKE 180 spätestens bis 1939 das Kennzeichen ECKE 1. Bereits im Deutschen Fischerei-Almanach von 1935 erscheint das Fahrzeug als ECKE 1 GLÜCKAUF.
Ab 1937 wird der Kutter mit einem 50 PS starken Dieselmotor geführt. Die Vermessung betrug 10 BRT, die Abmessungen werden nun mit 14,0 × 4,7 × 1,9 Metern angegeben.
Die Register nennen Walter Wegner weiterhin als Eigner. Gleichzeitig ist für die Jahre 1935 bis 1939 bei der früheren Kennung ECKE 180 auch Gottfried Mahrt als Eigner verzeichnet. Die Hintergründe dieser Eintragung konnten bislang nicht geklärt werden.
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die GLÜCKAUF am 24. August 1939 von der Kriegsmarine als Hafenschutzboot H 128 der 1. Hafenschutzflottille Kiel übernommen.
Bereits am 9. April 1940 wurde das Fahrzeug zunächst außer Dienst gestellt und zurückgegeben. Im August 1940 erfolgte jedoch erneut die Einziehung für das Unternehmen Seelöwe. Dabei führte der Kutter unter anderem die Kennungen H 2828 b Mo, später H 2835 b Mo, und wurde der 280. Motorbootflottille zugeteilt.
Von Emden aus verlegte das Fahrzeug Ende August 1940 nach Le Havre. Anschließend war es im Bereich der Kanalküste und der Kanalinseln eingesetzt und gehörte zeitweise zur Hafenschutzflottille Cherbourg.
1940 wurde die GLÜCKAUF versenkt, jedoch bereits 1941 wieder gehoben.
Ab dem 1. Februar 1942 ist sie als Lotsenversetzboot bei der Sperrlotsengruppe Kiel nachgewiesen. Eine Rückgabe an den zivilen Eigentümer ist bislang nicht belegt. Noch im Oktober 1944 soll das Fahrzeug vorhanden gewesen sein.
Im Schiffsregister Schleswig-Holstein ist die GLÜCKAUF nicht mehr verzeichnet. Auch im Deutschen Seefischerei-Almanach nach 1950 erscheint das Fahrzeug nicht mehr.
Der endgültige Verbleib ist ungeklärt. Wahrscheinlich ging der Kutter als Kriegsverlust verloren oder wurde noch vor dem 1. Juli 1950 abgewrackt.
Hinweis: Zu diesem Fahrzeug sind weitere Unterlagen, Fotografien oder amtliche Dokumente willkommen. Insbesondere Bauwerft und endgültiger Verbleib sind bislang nicht eindeutig nachgewiesen.