~~NOTOC~~ ===== CARL SIFFERLIEN ===== {{ :kutter:carlsifferlien.png?300 |CARL SIFFERLIEN}} ^ Allgemeines ^^ | **Name** | CARL SIFFERLIEN\\ ab 1955: EINIGKEIT | | **Fischereikennzeichen** | 1950: ECKE 19\\ 1954: SO 250\\ 1955: NEU 129\\ 1966: NEU 29\\ 1969: SCHLU 6\\ 1977: SCHLU 1 | | **Unterscheidungssignal** | DJSA | | **Eigner** | Ludwig Sifferlien\\ ab 1955: E. O. Hargens\\ ab 1966: E. Spitz\\ ab 1969: H. & R. Bade\\ ab 1977: J. Willwater | | **Typ** | Fischkutter | | **Baujahr** | 1950 | | **Bauwerft** | Boots- & Yachtwerft Heinrich Siegfried, Eckernförde | | **Register** | SSR-HL 1464 | | **Status** | Ende der 1980er Jahre außer Dienst, Verbleib unbekannt | ^ Technische Daten ^^ | **Länge** | laut SSR: 13,96 m\\ nach Spiering: 15,00 m | | **Breite** | laut SSR: 4,88 m\\ nach Spiering: 4,90 m | | **Tiefgang** | laut SSR: 1,78 m\\ nach Spiering: 1,80 m | | **Vermessung** | 24 BRT / 6 NRT\\ später: BRZ 68 / NRZ 17 | | **Maschine** | MWM, 85 PS\\ später 120 PS\\ ab 1967: 150 PS | ===== ECKE 19 CARL SIFFERLIEN ===== ==== Bau und Eckernförder Zeit ==== Die **CARL SIFFERLIEN** wurde 1950 auf der **Boots- & Yachtwerft Heinrich Siegfried** in Eckernförde gebaut. Der Kutter wurde im Seeschiffsregister Lübeck unter **SSR-HL 1464** geführt. Am **30. Juni 1950** kam das Schiff als **ECKE 19 CARL SIFFERLIEN** zu **Ludwig Sifferlien** nach Eckernförde. Der Kutter war ursprünglich mit **24 BRT** und **6 NRT** vermessen. Später erscheinen **BRZ 68** und **NRZ 17**. Die Maße werden unterschiedlich angegeben: laut Seeschiffsregister **13,96 × 4,88 × 1,78 Meter**, nach Spiering dagegen **15,00 × 4,90 × 1,80 Meter**. Als Antrieb diente zunächst ein **85-PS-MWM-Motor**. Später wurde die Motorleistung auf **120 PS**, 1967 auf **150 PS** erhöht. ==== Weitere Kennzeichen und Eigner ==== Im Juli **1954** wurde die **CARL SIFFERLIEN** als **SO 250** geführt. 1955 kam der Kutter nach Neustadt in Holstein. Er erhielt das Fischereikennzeichen **NEU 129**, wurde in **EINIGKEIT** umbenannt und gehörte **E. O. Hargens**. Am **4. Februar 1966** wurde das Kennzeichen in **NEU 29** geändert; als Eigner erscheint **E. Spitz**. Am **3. März 1966** ist **Neustadt** als Heimathafen verzeichnet. Am **6. November 1969** kam die **EINIGKEIT** nach Lübeck-Schlutup und fuhr als **SCHLU 6** unter **H. & R. Bade**. Am **22. Dezember 1977** wurde sie als **SCHLU 1** geführt. Eigner war nun **J. Willwater** aus Schlutup. Am **22. Februar 1978** wurde **Lübeck-Schlutup** als Heimathafen eingetragen. Am **27. Dezember 1988** erfolgte noch eine Ummeldung. Ende der 1980er Jahre wurde der Kutter außer Dienst gestellt. Der weitere Verbleib ist bislang nicht bekannt. [{{:kutter:carlsifferlien.png?direct&340|**SCHLU 1 EINIGKEIT**, ex **CARL SIFFERLIEN**, ex **ECKE 19**, später **SO 250**, **NEU 129**, **NEU 29** und **SCHLU 6**. Das Bild wurde von Klaus Krüger aus Niendorf übermittelt und stammt aus dem Umfeld von Rolf Willwater.}}] ==== Namensgeber Carl Sifferlien ==== Der Kutter war nach **Carl Sifferlien** benannt. Carl Sifferlien wurde am **31. August 1870** geboren und war Fischer in Eckernförde. Wie weitere Eckernförder Fischer war er während der NS-Zeit an Flüchtlingstransporten nach Dänemark beteiligt, unter anderem mit seinem Kutter **ECKE 214**. Vor 1933 soll Carl Sifferlien der **KPD** angehört haben. 1934 wurde er vom **Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg** zu **zwei Jahren und sechs Monaten Haft** verurteilt. Sein Sohn **Friedrich Sifferlien** erhielt eine Haftstrafe von **vier Jahren**, sein Sohn **Ludwig Sifferlien** eine Haftstrafe von **zwei Jahren**. Am **16. Juli 1936** wurde Carl Sifferlien wegen seines hohen Alters aus der Haft entlassen. Später erhielt er **18.300 DM Haftentschädigung**, die er seinem Sohn Ludwig für den Bau des neuen Kutters zur Verfügung stellte. Der ältere Kutter **ECKE 214** ist im Deutschen Fischerei-Almanach von **1929 bis 1934** verzeichnet.